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Vater unser

Das apostolische Glaubensbekenntnis

Luthers Morgengebet

Luthers Abendgebet

Unsere Gebete steigen auf zu dir, Gott...
Gebet v. Sabine Bäuerle*

Gott, du sorgst für uns wie eine gute Mutter und ein guter Vater...
Gebet v. Sabine Bäuerle*

In deine Arme legen wir unsere Sterbenden...
Fürbittengebet von Sabine Bäuerle,
Natalie Ende, Lisa Neuhaus*

Gott segne dich auf deinem Weg...
Segen v. Sabine Bäuerle*

Gott heile deine Wunden und stärke deinen Glauben.
Segen v. Sabine Bäuerle*

Sterben können
Regina Pabst*
Vergebung finden
Regina Pabst*
Sinn suchen
Regina Pabst*
Dankbarkeit spüren
Regina Pabst*
Dem Unsichtbaren glauben
Regina Pabst*
Lieben können
Regina Pabst*
Zweifel zulassen
Regina Pabst*
Verluste annehmen
Regina Pabst*
Geliebt werden
Regina Pabst*
Heimat haben
Regina Pabst*
Im Glauben leben
Regina Pabst*
Sich annehmen
Regina Pabst*

*Alle Rechte liegen bei der Verfasserin/dem Verfasser
 



Vater unser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Photo von Regina Pabst

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hoch

Das apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

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hoch

Luthers Morgensegen

Das Gebet für den Beginn des Tages

Des Morgens, wenn du aufstehst, kannst
du dich segnen mit dem Zeichen
des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser.
Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen
oder was dir deine Andacht eingibt.

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hoch

Luthers Abendsegen

Das Gebet für den Schluss des Tages

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vate runser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

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hoch

Gebet v. Sabine Bäuerle

Unsere Gebete steigen auf zu dir, Gott,
nimm an, was wir nicht ändern können,
womit wir aus eigener Kraft nicht fertig werden,
was wir nicht mehr ertragen,
womit wir uns nicht mehr belasten wollen.

Nimm du es an
und wandle es.
Schenk uns dein Erbarmen,
tröste uns und mach uns frei.
Amen.

Photo von Christoph Schäufler

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hoch

Gebet v. Sabine Bäuerle

Gott, du sorgst für uns wie eine gute Mutter und ein guter Vater.
Du ernährst Leib und Seele.
Wir danken dir für alle Gaben, mit denen du uns beschenkt hast.
Lass uns nicht immer auf das schauen, was wir nicht haben.
Lass uns erkennen,was wir nicht brauchen.
Und lass uns mit dem, was wir haben, dankbar umgehen und fröhlich teilen.
Amen.

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hoch

Fürbittengebet von Sabine Bäuerle, Natalie Ende, Lisa Neuhaus

In deine Arme legen wir unsere Sterbenden.
Wir vertrauen sie deiner Fürsorge an.
Begleite sie und schenke ihnen Kraft für den weg, den sie zu gehen haben.

In deinen Schoß legen wir alle, die durch Gewalt ums Leben gekommen sind.
Wir vertrauen sie deiner Gerechtigkeit an.
Erbarme dich ihrer und verhilf ihnen zu ihrem Recht.

In deine Hände legen wir unsere Verstorbenen.
Wir vertrauen sie deiner Barmherzigkeit an.
Halte du sie geborgen und nimm sie auf in die Ewigkeit.

An dein Herz legen wir unser Leben und unser Sterben.
Wir vertrauen uns deiner Gnade an.
Sei gegenwärtig in all unserem Tun und öffne unsere Herzen und Sinne für dein Geheimnis.
Amen.

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hoch

Segen v. Sabine Bäuerle

Gott segne dich auf deinem Weg.
Gott heile deine Wunden und schütze deinen Glauben.
Gott geleite dich auf deinem Weg ins Leben.

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hoch

Segen v. Sabine Bäuerle

Gott heile deine Wunden und stärke deinen Glauben.
Gott mache deine Seele heil und tröste dich.
Gott geleite dich auf deinem Weg ins Leben.
So segne dich Gott, heute, morgen und in Ewigkeit.

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hoch
Sterben können

Angst vor dem Tod, die habe ich nicht,
aber Angst vor dem Sterben ein wenig.
Ich will nicht lange und schwer leiden.
Lieber ginge ich schnell aus dieser Welt.
Doch wie wird es sein, wenn meine
Kräfte völlig schwinden?
Wird ein Mensch um mich sein, der mir
die Hand hält?
Nur eines glaube und hoffe ich:
Du, Gott, wirst da sein und mich bei
der Hand nehmen.
Du führst mich durch das finstere Tal
ins Licht.
Deshalb fürchte ich kein Unglück.
Amen

Regina Pabst

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hoch
Vergebung finden

In meiner Lage will ich mein Haus
bestellt haben.
Ich will Ordnung schaffen und mit
keinem Menschen uneins sein.
Du, Gott, siehst, was passiert ist,
damals.
Du siehst, wo Beziehungen nicht
gelingen konnten. Vergib uns alle
Vorwürfe und Verletzungen, alles
Scheitern.
Ü ber Jahre konnte ich nicht loslassen.
Nun will ich Dir vertrauen.
Ich will vergeben – auch mir selbst.
Du vergibst mir. Lass mich das immer
wieder neu glauben.
Und lass mich, wenn möglich,
Schritte des Friedens tun.
Amen

Regina Pabst

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hoch

Sinn suchen

Gott, Du siehst mich und mein Leiden.
Abhängig bin ich geworden von
anderen.
Wie soll das weitergehen?
In einsamen Stunden male ich mir
meine Zukunft aus.
Bedrohliche Bilder steigen in mir auf.
Lass mich Gutes finden.
Gib mir Kraft zum Tragen.
Hilf mir die Hoffnung nicht aufzugeben.
Du kannst mich erlösen.
Führe alles gut hinaus.
Amen

Gebet von Regina Pabst
Photo von Christoph Schäufler

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hoch
Dankbarkeit spüren

Gewiss, ich habe an jedem Tag etwas
zu klagen: Da war einer nicht nett zu
mir. Und hier tut es weh!
Ich muss mit Einschränkungen leben
und werde manchmal mutlos.
Doch dann wieder schaue ich mit
Dank auf die Lebensmöglichkeiten,
die mir noch geblieben sind.
Meinen Verstand kann ich noch
gebrauchen.
Und ich schaue zurück auf Stationen
meines Lebens, die schön waren.
„ Wie gut war das...!“, sage ich und bin
froh und mitunter ein wenig stolz.
Einen Dankesbrief schreibe ich in
Gedanken an Dich, mein Gott.
Amen

Regina Pabst

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hoch
Dem Unsichtbaren glauben

„ Damit müssen sie leben!“, sagt man
mir. – Aber wie?
„ Heilung gibt es nicht, doch Linderung.“
Beeinträchtigungen sind da und werden
zunehmen.
„ Schlimm“, sagen die andern und sehen
hilflos zu.
Vergänglich bin ich, das spüre ich
deutlich.
Aber Du, Gott, Du bleibst. Und wen Du
ins Buch des Lebens schreibst, der
bleibt in Dir.
So schaue ich nicht auf das Sichtbare.
Es vergeht.
Ich blicke auf zu Dir, dem Unsichtbaren
und Ewigen.
Du bist meine Zuflucht.
Du wirst mir helfen!
Amen

Regina Pabst

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hoch
Lieben können

Danke Gott, dass ich nicht völlig nutzlos
bin. Trotz meiner Gebrechen kann ich
noch für andere Menschen etwas tun:
Ich kann freundlich sein zu allen,
die mir helfen.
Ich kann denen, die mit mir zusammen
sind, zuhören. Manchmal kann ich einen
Rat geben oder eine Ermutigung.
Ich kann Nähe schenken und
Wertschätzung.
Lachen kann ich und mich mitfreuen.
Und aushalten kann ich manchen
Kummer eines anderen Menschen.
Du, Gott, schenkst mir Liebe.
Danke, dass ich eine Aufgabe habe.
Amen

Gebet und Photo von Regina Pabst

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hoch
Zweifel zulassen

Wenn es mir schlecht geht, frage ich:
Wo bist Du, Gott?
Hast Du mich verlassen?
Ä rger steigt auf, weil Du mich so lange
leiden lässt.
Was habe ich getan, dass es mir so
ergeht?
Hörst Du nicht, dass ich Deine Hilfe
brauche?
Und dann wieder fühle ich mich
schuldig, weil ich so mit Dir streite.
Ich danke Dir, Gott, dass Du das
aushältst.
Du verstehst meine Gedanken und
Gefühle von ferne.
Nichts Menschliches ist Dir fremd.
Ich hoffe, Dein guter Wille geschieht.
Amen

Regina Pabst

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hoch
Verluste annehmen

Im Beruf bin ich schon längere Zeit nicht
mehr.
Das Leben, das zu mir gehörte, ist vorbei.
Menschen, die mir nahe standen, fehlen.
Besonders jetzt merke ich das.
Trotzdem danke ich Dir, Gott, dass da
Menschen sind, die mir zuhören, wenn
ich erzähle, wer ich einmal war und die
wertschätzen, was ich zu sagen habe.
Du überlässt mich nicht völlig meiner
Einsamkeit.
Den glimmenden Docht wirst Du nicht
auslöschen.
Deshalb will und kann ich leben.
Amen

Gebet und Photo von Regina Pabst

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hoch
Geliebt werden

Wie schön war es immer, wenn ich andern
Menschen helfen konnte.
Ich war gefragt und hatte Freude daran,
zu sehen, was mir alles gelingt.
Die, denen ich half, dankten es mir.
Nehmen und Geben, so hieß unser Spiel.
Und nun kann ich kaum noch etwas tun.
Meine Kräfte sind begrenzt.
Die anderen schonen mich.
Und doch kann ich noch etwas für sie
sein.
Lass mich liebenswert bleiben, guter Gott.
Auch ohne meine Leistungen bin ich von
Dir angenommen.
Lass die Menschen, die zu mir kommen,
Deine Liebe spüren.
Amen

Regina Pabst

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hoch
Heimat haben

Alles verändert sich.
Und ich komme kaum mit.
Wo ich bisher gelebt habe, kann ich
nicht bleiben.
Allein komme ich nicht mehr zurecht.
Nun muss ich mich anpassen und
einordnen in die Routine eines anderen
Hauses.
Das Vertraute fehlt mir.
Ständig sind da neue Menschen, die
kommen und gehen.
Aber Du, Gott, bleibst derselbe, auch
wenn ich alt und grau werde.
Du bist da an allen Tagen.
Du hältst und trägst mich, wo auch
immer ich bin.
Bei Dir bin ich geborgen.
Amen

Regina Pabst
Alle Rechte liegen bei der Verfasserin

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hoch
Im Glauben leben

O Gott, die Tage sind da, die mir nicht
gefallen.
Ich muss mit ihnen fertig werden.
Ich will nicht verbittern.
Ich danke Dir für die Menschen, die
mich im Glauben stärken.
Ich danke Dir für jeden Gottesdienst,
den ich hören kann.
Noch kann ich mitbeten und die
vertrauten Lieder singen.
Noch immer tröstet mich Dein Wort
und Sakrament.
Hab Dank für die Menschen, die für
mich beten und hoffen.
Danke, dass auch ich noch Anteil
nehme an andern und für sie beten
kann.
Amen

Regina Pabst

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hoch
Sich annehmen

Es gibt Tage, an denen ich glaube:
Ich bin andern eine Last!
Das will ich nicht.
Dann fühle ich mich ganz wertlos.
Doch Du, Gott, lässt mich wissen,
dass kein Mensch ohne Würde ist.
Du hast mich geschaffen, einzigartig,
wie ich bin.
Du liebst mich.
Ich gehöre zu Dir.
Du willst, dass ich lebe und liebe.
Hilf mir, zu mir selbst und andern
Menschen gut zu sein.
Amen

Gebet und Photo von Regina Pabst

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hoch
 
© Konvent für Klinikseelsorge in der EKHN